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Pedestrian zone

Altstadt - Residenzrundweg durch das bürgerliche Bad Urach

Bei den Thermen 4,  72754 Bad Urach
Open 24 hours

Bad Urach has been witness to a rich history. In particular, during the time of the division of Württemberg (1442 -1482) when Bad Urach became an official district and the Counts of Württemberg-Urach resided in the city. For centuries Urach was also an administrative, trading and commercial center for a large part of the Middle Swabian Alb area. To explore Bad Urach’s history there are two marked trails, the "Residenzrundwege A + B" start in the marketplace and go through the historic old town.

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Ausgangspunkt des Stadtrundgangs ist der weiträumige Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Er gehört wohl zu den Schönsten ganz Süddeutschlands und ist der Mittelpunkt der historischen Innenstadt. Der trapezförmige Platz war einst Sammelplatz der Bürger, Gerichtsstätte, Turnierplatz, Platz der überregionalen Jahr-, Vieh- und Fruchtmärkte. Heute ist der verkehrsberuhigte Platz mit seinen gemütlichen Gaststätten und Cafés die »gute Stube« der Stadt.
Sie stehen am Rathaus (Marktplatz 9). Es wurde um 1440 erbaut, 1562 erweitert, 1907 / 08 umgebaut. Im offenen Erdgeschoss verkauften bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts die Bäcker und Metzger ihre Erzeugnisse. Danach war das nun geschlossene Erdgeschoss bis 1939 Fruchtschranne (Fruchtmarkt). Ratsdiele (16. Jahrhundert), Ratssaal (Anfang 20. Jahrhundert), Arkade mit Wappenreihe (1907 / 08).
Die zweite Station ist das Alte Oberamt (Marktplatz 1). Fachwerkbau (Mitte 15. Jahrhundert). Herberge zum Goldenen Kreuz (1568). Von 1812 – 1938 Dienstsitz (Oberamtei) des Oberamtmanns. Moderner Ausleger mit Wappen des Königreichs Württemberg.
Die nächste Station ist das Ehemalige Hotel zur Post und befindet sich am Marktplatz 18. 1830 anstelle des Gasthofs »Lamm« erbaut. Gasthof mit Posthalterei bis 1904. Danach bis 1917 Hotel »Post«. Seit 1937 Bankgebäude. Mehrere Erweiterungen unter Einbeziehung von Nachbargebäuden.
In der Wilhelmstraße 7 befindet sich das Gasthof Fass. Es wurde 1725 anstelle von zwei Häusern als Gasthof erbaut. Toreinfahrt für Pferdefuhrwerke mit angrenzenden Stallungen neuzeitlich umgebaut. Prachtvolles schmiedeeisernes Auslegeschild.
Die folgende Station ist das Amandus-Jäger-Haus (Lange Straße 29). Erbaut im 15. Jahrhundert. Vermutlich ehemals herrschaftlicher oder klösterlicher Besitz. Ab 1640 Sitz des herzoglichen Leinwandfaktors und Leinwandhändlers Amandus Jäger (1589 – 1665), danach Handwerkerhaus. 1985 / 88 renoviert.
Folgen Sie der Lange Straße in Richtung Wilhelmsplatz (Oberer-Tor-Platz). Die Obere Toranlage (Grafenecker Tor) mit Torturm und Zollhaus war der wichtigste Eingang zur Stadt. Die Anlage wurde mit der angrenzenden Stadtmauer 1835 geschleift, der Turm 1840 / 41 abgebrochen.
Am Wilhelmsplatz 1 befindet sich die Ehemalige Brauerei. Nach Aufhebung des Brauerei-Bannrechts (1825) entstanden in Urach sieben Bierbrauereien. Die größte Brauerei (gegründet 1840), die spätere »Dampfbrauerei F. Wurster« (bis 1920) mit Gaststätte stand am Oberen-Tor-Platz (seit 1901 Wilhelmsplatz).
Wir gehen nun durch die Webervorstadt (Weberbleiche 1-36). Anstelle der Leinwandbleiche der Uracher Weber ließ Herzog Friedrich I. von Württemberg 1599 vor der Stadtmauer vier Häuserzeilen mit insgesamt 29 Weberhäusern nach Plänen von Heinrich Schickhardt erstellen. Die Vorstadt war durch Tor, Grabensystem und vier Rundtürme gesichert.
In der Weberbleiche 12 treffen wir auf den Dicken Turm, einem Turm zwischen einer Häuserzeile der Webervorstadt. Zusammen mit dem heute aufgefüllten »Webergraben« diente er ab 1600 der Sicherung der Vorstadt.
Unsere nächste Station ist der Diebsturm (Im Greuth 30). Der Gefängnisturm war bis 1840 in die Stadtmauer eingefügt. Danach wurde er zusammen mit der Stadtmauer teilweise abgerissen. Der umgebaute Turmstumpf wurde als Oberamtsgefängnis (bis 1903) eingerichtet.
In der Neuffener Straße 6 befindet sich die Festhalle. Als »Turn- und Festhalle« am Rande des Uracher Turngartens (angelegt 1872 / 73) in den Jahren 1913 / 14 durch Stadtbaumeister Albert Vatter im Jugendstil erbaut.
Wir biegen nun in die Pfählerstraße ein und kommen zum Zeughausturm (Pfählerstraße 28). Eckturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung (15. Jahrhundert). Die angebauten Gebäudeflügel (Büchsenhaus / Zeughaus, später herzogliches Forstamt) wurden 1914 / 1959 abgerissen.
Nach der Grünanlage zu unserer rechten (Anlage »Grünes Herz«) biegen wir links in die Seubertstraße und gelangen so zu unseren letzten Station, dem Gütersteiner Hof (Neue Straße 1). Mittelalterlicher Stadthof (Pfleghof) der Kartause Güterstein. Nach der Reformation (1534): Sitz des Stifts- oder geistlichen Verwalters, des Kreishauptmanns (1806), des Vogts des »Département de l’Alp« (1810 – 1818), danach bis 1938 Forstamt.
Wir folgen der Straße bis zum Marktplatz und sind somit wieder an unserem Ausgangspunkt angelangt, wo wir die Möglichkeit haben, in einem der Cafés der Innenstadt einzukehren.